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Jugendbeteiligung im Landkreis Göttingen

Die wer|denkt|was GmbH begibt sich auf junges Terrain: Mit www.my-göttingen.de bzw. my-osterode.de startete am 1. Dezember die erste Plattform zur Jugendbeteiligung. Im Rahmen des Projekts „Urban Rural Solutions“ erarbeitete die wer|denkt|was GmbH gemeinsam mit dem Institut für Landes- und Stadtentwicklung als Partner aus der Wissenschaft und mit dem Landkreis Göttingen als Praxispartner eine Beteiligungsplattform für Jugendliche. Hier sollen die jungen Menschen in der Region Göttingen zu Wort kommen und können ihre Vorschläge und Wünsche rund um das Thema „Freizeit“ äußern. So soll festgestellt werden, welche Freizeiträume vorhanden sind und auch genutzt werden und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Bis Frühjahr 2018 können alle Jugendlichen aus der Region an unterschiedlichen Beteiligungsformaten teilnehmen. Crowdmapping, Umfrage, Diskussionforum – diverse Angebote laden online zum Mitmachen und Mitgestalten ein.

„Hier ist es besonders wichtig, die Jugendlichen von Anfang an mit ins Boot zu holen“, erklärt Marlies Bodinger, Projektmangerin der wer|denkt|was GmbH. „Die Jugendlichen können das vorhandene Freizeitangebot am selbst besten einschätzen und wissen ganz genau, wo etwas fehlt. Deshalb ist dieses Wissen ein großer Schatz, den wir nun bergen wollen, damit am Ende alle Beteiligten davon profitieren.“

Die Plattform ist aus Gründen des Datenschutzes nur für registrierte Nutzerinnen und Nutzer sichtbar. Die Registrierung erfolgt nach eingehender Prüfung der Anmeldedaten.

Eine Karte voller Ideen: Haushalt in Monheim

Erfreuliche Bilanz: Der Wunsch nach aktiver Mitgestaltung in den Reihen der Bürgerschaft ist größer denn je

Zum ersten Mal konnten die Ideen diesen Herbst im städtischen Mitmach-Portal unter www.beteiligung.monheim.de direkt auf einer interaktiven Stadtkarte betrachtet und neu eingegeben werden. Die Gelegenheit, auf diesem Weg noch präziser verorten zu können, wo Ihnen konkret der Schuh drückt, nutzten die Monheimerinnen und Monheimer dabei ausgiebig. „Wir sind sehr glücklich, dass wir in diesem Jahr so besonders viele Ideen und Anregungen erhalten haben. Das belegt den Willen zur Mitgestaltung deutlich“, freut sich Bürgermeister Daniel Zimmermann.

Vier Wochen lang konnten sich alle Monheimer Bürgerinnen und Bürger mit Ideen und Kommentaren an den Plänen für den städtischen Haushalt 2018 einbringen. Diese Chance wurde rege genutzt. Neben den 40 Investitionsvorschlägen, die von der Stadt bereits zum Auftakt der Beteiligungsphase zur Diskussion gestellt wurden, gingen diesmal 183 Bürgerideen ein – so viele wie noch nie zuvor. Diese Beiträge wurden mit 267 Kommentaren diskutiert und mit 2069 Pro- und Kontra-Stimmen bewertet.

Der Premiereneinsatz der Monheimer Ideenkarte zur Online-Beteiligung der Bürgerschaft an den geplanten Haushaltsausgaben 2018 hat sich als großer Erfolg erwiesen. Die Beteiligungsquote war in diesem Jahr enorm hoch.
(Grafik: Stadt Monheim am Rhein)

Neben den Ideen auf der Karte konnten natürlich auch weiterhin Beiträge ohne eine genaue Verortung eingereicht werden, zum Beispiel bei einer Relevanz für das gesamte Stadtgebiet. Als wie wertvoll die neue Kartenfunktion allerdings bewertet wird, zeigt auch: Von den 183 Bürgerideen wurden 151 mit Ort eingereicht – viele davon mit reger Diskussion in den Kommentaren. Einige Ideen erhielten besonders viel Unterstützung, zum Beispiel die Verbesserung der Zugangsmöglichkeiten zu den zahlreichen Seen im Stadtgebiet, eine für den Inlinehockeysport optimierte Halle, günstigere Bus- und Bahntickets sowie weitere Verbesserungen im Straßenbau und in der Verkehrsführung.
Zusätzlich zur Eingabe eigener Ideen konnten sich die Monheimerinnen und Monheimer auch über die bereits geplanten Investitionen der Stadt informieren sowie diese kommentieren und bewerten. Vor allem die Investitionen in den Bereichen „Schulen und Sport“ sowie „Kinder, Jugend und Familie“ wurden sehr gut angenommen. Aber auch Anschaffungen für die Feuerwehr und städtische Bauvorhaben stießen auf großen Zuspruch, so zum Beispiel die geplante Umgestaltung der Rheinuferpromenade, die Fußgängern das heimische Flussufer bald deutlich näher bringen soll. Im Bildungsbereich lagen der beteiligungsfreudigen Bürgerschaft vor allem die Ausstattung und der bauliche Zustand der Schulen am Herzen. Insgesamt wurden über 630 Stimmen zu den geplanten städtischen Investitionen abgegeben – davon mit 590 Stimmen über 90 Prozent positiv.

Monheim am Rhein ist von Wasser umgeben. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich, neben dem Rhein in naher Zukunft auch die zahlreichen Seen im Stadtgebiet sicht- und erlebbarer zu machen. Mit diesem und vielen anderen Wünschen wird man sich nun im Rathaus beschäftigen.
(Foto: Thomas Lison)

„Diese Gesamtbilanz der aktiven Beteiligungsphase freut uns sehr“, unterstreicht Monheims Bürgermeister. „Denn es zeigt, dass wir als Stadt ganz offenkundig nicht an den Bürgerinnen und Bürgern vorbeiplanen“. Die einzelnen Bereiche und Abteilungen der Verwaltung werden sich in den folgenden Wochen nun mit den Ideen und Kommentaren aus der Bürgerschaft auseinandersetzen und ihre Stellungnahmen verfassen. Dass die Beteiligung nochmal deutlich stärker ausgefallen ist als schon im letzten guten Jahr macht deutlich, dass sich die Monheimer weiterhin konstruktiv und engagiert in die Diskussion um ihren Haushalt einbringen und die Dinge in ihrer Stadt sehr gerne mitgestalten möchten.

Die Onlineplattform unter www.beteiligung.monheim.de ist ganzjährig zu erreichen und gibt auch einen Überblick über die Beteiligungsverfahren der vergangenen Jahre.

Waldecho stößt auf positive Resonanz

„Mängel“ gibt es auch im Wald: Mit dem „Waldecho“ können Waldbesucher schnell und unkompliziert Schäden und Anliegen melden.

Das System wurde Ende September bei den Thementagen des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. vorgestellt.

Video: Landesforsten RLP

Im Fokus stand hierbei die App „Waldecho“, die derzeit im Pilotbetrieb von Landesforsten Rheinland-Pfalz verwendet wird. Am Stand präsentierte Landesforsten Rheinland-Pfalz die App; die wer|denkt|was GmbH war als Mitaussteller ebenfalls zu den KFW-Thementagen gereist.

Das Waldecho bietet ein modernes Anliegenmanagementsystem, über welches Bürgerinnen und Bürger Schäden im Wald oder sonstige Anliegen an das zuständige Forstamt melden können. Die Bürgermeldungen können von den zuständigen Stellen transparent und sehr effizient bearbeitet werden, vor allem mithilfe des intuitiven und leicht zu bedienenden Administrationsbereichs. Hier können die Meldungen zentral in einem System eingesehen, bearbeitet und statistisch ausgewertet werden.

Basierend auf der Technologie des Waldechos wurde in diesem Jahr damit begonnen, die Audits im Rahmen der FSC-Zertifizierung über eine angepasste App zu dokumentieren. Dabei steht die genaue Positionsbestimmung der Smartphones und eine leichte Bedienbarkeit der App während der Begutachtung im Vordergrund. Hierzu konnten Erfahrungswerte mit einigen Besucherinnen und Besuchern auf den Thementagen geteilt werden.

Außerdem hatte die wer|denkt|was GmbH die Gelegenheit, mit Forstämtern aus ganz Deutschland ins Gespräch zu kommen. „Die Resonanz auf das „Waldecho“ war durchweg positiv. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit unserer App noch mehr Forstbetriebe überzeugen können“, meint Tobias Vaerst, Projektleiter Mängelmelder bei der wer|denkt|was GmbH.